Seit vielen Jahren begleitet die INSA-App die Fahrgäste zuverlässig durch ganz Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Mit INSA beauskunftet und verkauft die Mobilitätsmarke des Landes, mein-Takt, die Tarife des Nah- und Fernverkehrs in Sachsen-Anhalt. Um in Zukunft flexibler und schneller auf die Bedürfnisse der Fahrgäste reagieren zu können, entwickelt die NASA GmbH die neue Version der INSAApp im eigenen Haus. Im Gespräch mit der nah klar erzählen Projektleiterin Patricia Lanzerath und Abteilungsleiterin Marlen Suske, worin die Herausforderungen und Chancen der neuen App liegen.

„INSA soll die zentrale Fahrplan- und Ticket-App für das ganze Bundesland werden.“
- Projektleiterin Patricia Lanzerath
Wie entstand die Idee, die App im eigenen Haus zu entwickeln?
Patricia Lanzerath: Mit der Entwicklung unserer eigenen INSA D-Ticket-App im Jahr 2023 haben wir gesehen, dass wir das nötige Know-how im Haus haben, um solche Projekte selbst erfolgreich umzusetzen. Im Vergleich dazu waren wir bei unserem bisherigen Softwaredienstleister, mit dem wir an der INSA-App gearbeitet habe, nur einer von vielen Kunden in Europa. Entsprechend langwierig gestalteten sich dort manche Prozesse.
Marlen Suske:Das Ergebnis einer umfangreichen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bestärkte uns in unserer Idee und führte dazu, Prozesse und technische Strukturen neu zu denken. Hinzu kommt, dass die aktuelle INSA-App die Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit nicht mehr erfüllt und eine tiefgreifende Überarbeitung notwendig ist. Das war für uns die Initialzündung zu sagen: dann machen wir das jetzt selbst.
Welche Vorteile sehen Sie darin, die App selbst zu steuern?
Marlen Suske:Wenn wir die App im Haus und nicht bei einem externen Anbieter entwickeln, haben wir das Know-how vor Ort. Unsere Expertinnen und Experten kennen die Anforderungen der Fahrgäste genau und bringen die Erfahrungen direkt und schnell in die Weiterentwicklung
ein. Wir schaffen unsere eigenen, passgenauen Lösungen.
Patricia Lanzerath: Wir entwickeln eine App, die zu unserem Land, unseren Netzen und unseren Tarifen passt. Sie ist kein Standardprodukt und wir können gezielter auf die Bedürfnisse der ÖPNV-Nutzer eingehen, indem wir ihr Feedback direkt über die App erhalten.
„Die aktuelle App erfüllt nicht mehr die Anforderungen an die Barrierefreiheit."
- Abteilungsleiterin Marlen Suske

Wie entwickelt man denn eine App?
Marlen Suske: Unser Kernteam rund um die neue INSA-App besteht aus acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Unterstützt wird es, je nach Thema, von den jeweiligen Fachabteilungen bei der NASA GmbH. Bevor wir mit der Arbeit beginnen konnten, wurde die App in mehrere Module, beziehungsweise Arbeitspakete unterteilt. Das Team plant, konzipiert, designt und entwickelt seitdem Modul für Modul. Ist ein Modul geschat, wird es von NASA-Mitarbeitenden auf Herz und Nieren geprüft, das Feedback entsprechend berücksichtigt und Fehler korrigiert.
Patricia Lanzerath: Der Teil der App, den die Nutzerinnen und Nutzer auf dem Bildschirm sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs, der Großteil der Arbeit spielt sich im Hintergrund ab. Wir bauen eine komplett neue Struktur auf, die alle Systeme miteinander verknüpft, damit die App-User nicht nur ihre Routen, sondern auch Echtzeitdaten erhalten. Auch die Möglichkeit des Ticketkaufs für verschiedenen Tarifgebiete bringt einige lose Fäden mit sich, die technisch miteinander verknüpft werden müssen. Über all dem steht der Anspruch, die Nutzung der App so niedrigschwellig wie möglich zu halten und eine größtmögliche digitale Barrierefreiheit umzusetzen.
Marlen Suske: Wenn das Grundgerüst der neuen App steht, beziehen wir auch die Nutzerinnen und Nutzer in unsere Tests mit ein.
Wo sehen Sie INSA in der Zukunft?
Patricia Lanzerath: INSA soll die zentrale Fahrplan- und Ticket-App für das ganze Bundesland werden. Dafür digitalisieren wir derzeit die verschiedenen Tarifsysteme im Land. Ziel ist es, dass die Fahrgäste in naher Zukunft Tickets für alle Regionen über die App kaufen können.
Mehr Bewegung im Landkreis Mansfeld-Südharz. Die neue INSA-App ist auf dem Weg, und ab dem 14. Dezember gilt ein frischer Fahrplan. Was genau sich ändert? Das lest ihr hier – in der 3. Ausgabe 2025.
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