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DB erneuert Eisenbahnbrücken in Leipzig-Wahren: DB Regio und LVB bringen Fahrgäste zuverlässig ans Ziel

Ein silber-grüner Zug des Typs Bombardier Talent 2 von DB-Regio fährt durch eine sommerliche Landschaft

Umfangreicher Schienenersatzverkehr mit Bussen und zusätzlicher S-Bahn-Linie S35 • Servicekräfte und digitale Fahrgastinformationen unterstützen vor Ort • LVB investieren entlang der Strecke der Straßenbahnlinie 11 bis Schkeuditz 

Die Deutsche Bahn (DB) erneuert ab Juli 2026 die Eisenbahnbrücken Pittlerstraße und Linkelstraße in Leipzig-Wahren. Die über 100 Jahre alten Brücken erreichen das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer und werden durch Neubauten ersetzt. Für den Abriss der alten Bauwerke und den Einbau der neuen Brücken muss die S-Bahn-Linie S3/S30 zwischen Leipzig-Slevogtstraße und Schkeuditz von Donnerstag, 2. Juli, bis Samstag, 10. Oktober 2026 gesperrt werden. DB Regio und die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben ein umfassendes Konzept für den Schienenersatzverkehr (SEV) entwickelt, um Fahrgäste trotz der Einschränkungen zuverlässig ans Ziel zu bringen.

Neben einem umfangreichen SEV mit Bussen setzt DB Regio zusätzlich die S-Bahn-Linie S35 zwischen Halle (Saale) Hauptbahnhof und Leipzig Hauptbahnhof über den Flughafen Leipzig/Halle ein. Ergänzend sorgen zusätzliche Pendelbusse am Flughafen dafür, dass insbesondere das Gewerbegebiet rund um Schkeuditz weiterhin gut erreichbar ist. Damit entlastet DB Regio insbesondere den stark nachgefragten Abschnitt zwischen Schkeuditz und Slevogtstraße und bietet den Fahrgästen während der Bauphase eine verlässliche und leistungsfähige Mobilitätsalternative.

Leonhard Novak, Netzmanager der S-Bahn Mitteldeutschland: „Unser Ziel ist es, die Auswirkungen der parallel stattfindenden Bauarbeiten von DB und LVB für die Kundinnen und Kunden so gering wie möglich zu halten. Gemeinsam mit den Aufgabenträgern haben wir ein leistungsfähiges Ersatzkonzept entwickelt. Mit der zusätzlichen S35 über den Flughafen Leipzig/Halle bieten wir unseren Fahrgästen auch während der Sperrung drei schnelle Nahverkehrsverbindungen pro Stunde zwischen Halle und Leipzig.“

Während der Bauzeit kommen Busse im regelmäßigen Takt zwischen Leipzig und Schkeuditz zum Einsatz. Zusätzlich unterstützen zu Beginn Servicekräfte an wichtigen Haltestellen die Fahrgäste beim Umstieg und stehen für Fragen vor Ort zur Verfügung. Fahrgäste erhalten Informationen über die digitalen Auskunftsmedien der Verkehrsunternehmen, online sowie an den Stationen.

Auch im Leipziger Straßenbahnnetz kommt es parallel zur Sperrung der S3/S30 zu Einschränkungen. Bereits seit Ende März modernisieren die LVB die Gleise in verschiedenen Abschnitten in Schkeuditz, abgestimmt mit den Bauarbeiten der Leipziger Wasserwerke und der Stadt Schkeuditz. Ab 15. Juni kommt es aufgrund der Sperrung der Alte Straße zu Veränderungen im Fahrtweg des SEV innerhalb von Schkeuditz. Darüber hinaus modernisieren die LVB seit Mai die Gleise in der Georg-Schumann-Straße zwischen Annaberger Straße und Hopfenbergstraße. Für die Straßenbahnlinie 11 ist aktuell ab Möckernscher Markt ein SEV im Einsatz. Aufgrund weiterer Sperrungen auf der Strecke ab Juli wird das Ersatzverkehrsangebot in den Sommerferien bis zum Chausseehaus verlängert.

„Allen Fahrgästen bieten wir mit dem Schienenersatzverkehr für die Linie 11 tagsüber einen attraktiven 7-Minuten-Takt mit barrierefreiem Umstieg in die Straßenbahn am S-Bahnhof Gohlis. Auch weiterhin erreichen wir damit bequem Schkeuditz und sichern den Wirtschafts- und Schülerverkehr“, sagt Sven Schöne, Leiter Betriebsplanung Leipziger Verkehrsbetriebe.

Die umfangreichen Ersatzverkehrsangebote von DB Regio und LVB schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden können. Dazu zählt insbesondere die Erneuerung der Eisenbahnbrücken Pittlerstraße und Linkelstraße in Leipzig-Wahren. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs.

Die Bauarbeiten an den beiden Eisenbahnbrücken laufen bereits seit Ende Oktober 2025. Unter anderem führt die DB derzeit Korrosionsschutzarbeiten an den denkmalgeschützten Überbauten durch, die erhalten bleiben. Während der Sperrpause vom 2. Juli bis 10. Oktober 2026 werden die alten Brücken zurückgebaut. Dafür werden zunächst die Gleise entfernt, anschließend die Stahlüberbauten ausgehoben und danach massive Bauwerksteile wie Widerlager und Flügelmauern freigelegt und abgerissen. Am Ende der Rückbauarbeiten sind die Bestandsbauwerke unter den Güterverkehrs- und S-Bahngleisen entfernt und die Baugruben für den Neubau vorbereitet. Anschließend beginnt die Betonage der neuen Brückenbauwerke.

Für die Maßnahme bewegt die DB rund 15.000 Kubikmeter Erdreich und verbaut etwa 4.000 Kubikmeter Beton. Nach Abschluss der Hauptarbeiten folgen bis ins Jahr 2027 Restarbeiten sowie die Wiedermontage denkmalgeschützter Bauteile.