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 |  NASA GmbH

Aus fünf Richtungen stündlich nach Berlin

Karte der Verbindungen nach Berlin, ein grün-weißer Zug, der Berliner Fernsehturm. Neben den Bildern steht der Schriftzug ‚Projekt Stündlich nach Berlin‘.

Ab Ende des Jahres ist Sachsen-Anhalt über fünf Bahnlinien im Stundentakt mit Berlin verbunden. Möglich macht das der neue Verkehrsvertrag „Netz Nord-Süd“, mit dem das Projekt „Stündlich nach Berlin“ der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) zum Abschluss kommt. Gemeinsam mit Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, stellte NASA-Geschäftsführer Peter Panitz die Angebotsverbesserungen des zukünftigen Fahrplans heute in Magdeburg vor. 

„Mit dem neuen Verkehrsvertrag schaffen wir die Grundlage dafür, Sachsen-Anhalt künftig noch besser, dichter und komfortabler an Berlin anzubinden“, sagte Ministerin Hüskens. „Ich freue mich sehr, dass der RE1 seit gestern wieder regulär, also stündlich zwischen Berlin und Magdeburg verkehrt. Die Einschränkungen infolge des abgebrannten Stellwerks in Gerwisch haben den Fahrgästen sehr viel abverlangt. Umso wichtiger ist es, dass wir nun nicht nur zur Stabilität zurückkehren, sondern das Angebot sogar weiter ausbauen. Die starke Nachfrage bei Touristen und Pendlern zeigt, wie wichtig leistungsfähige Verbindungen in die Bundeshauptstadt sind. Der seit 25 Jahren verkehrende RE1 bleibt dabei eine zentrale Achse im Netz und steht beispielhaft für Qualität und Verlässlichkeit, die wir weiter stärken wollen“, betonte Lydia Hüskens.

Magdeburg – Berlin
Seit 1. März ist der RE1 der Ostdeutschen Eisenbahn Gesellschaft (ODEG) dank einer Stellwerksanpassung in Biederitz und Möser wieder stündlich umsteigefrei auf der Strecke Magdeburg – Berlin unterwegs. Weil die RB40 wieder regulär die Bedienung von Stadt und Umland zwischen Magdeburg und Burg übernimmt, können die 21 RE1-Züge je Richtung wieder in rund 105 Minuten von Hauptbahnhof Magdeburg zu Hauptbahnhof Berlin fahren. In den Elektrotriebwagen ist Platz für mehr als 550 Personen. Um das Stellwerk in Gerwisch wieder vollständig in Betrieb zu nehmen, werden im Sommer erneut Einschränkungen auf der Strecke erforderlich sein.   

Stendal – Berlin
Seit Juni 2024 besteht eine zweistündliche, umstiegsfreie Verbindung zwischen Stendal und Berlin, diese wird ab Dezember auf einen Stundenrhythmus verdichtet. Die täglich 19 Fahrtenpaare erreichen den jeweils anderen Hauptbahnhof in rund 90 Minuten. Mehr als 500 Sitzplätze pro Zug, verteilt auf fünf Doppelstockwagen, bieten ausreichend Platz für die erwarteten Fahrgäste. Schönhausen wird von Beginn an stündlich bedient. Hämerten und Großwudicke vorerst noch zweistündlich wegen baubedingtem Umleiterverkehr. Ab Stendal bestehen nach Ankunft aus Berlin zeitnahe Weiterfahrtmöglichkeiten in Richtung Magdeburg, Salzwedel, Uelzen und Tangermünde. 

Dessau – Berlin
Auch auf der schon seit Ende 2012 (Montag bis Freitag) und Ende 2024 auch am Wochenende stündlich betriebenen Strecke des RE7 von Dessau-Roßlau nach Berlin soll das Sitzplatzangebot saisonal ausgeweitet werden. Mehr Züge sollen voraussichtlich ab Beginn der Osterferien mit zwei Triebwagen verkehren. Die letzten Abstimmungen laufen noch. Auch dafür ist die gestiegene Nachfrage ausschlaggebend. Die DB Regio fährt auf dieser Strecke täglich stündlich ohne Umstieg mit 20 Fahrtenpaaren (Montag bis Freitag) und 17 am Wochenende. Die Fahrt von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof dauert ca. 100 Minuten, je Zug stehen mindestens 250, in Doppeltraktion 400 Sitzplätze zur Verfügung. Vom Hauptbahnhof Dessau besteht für die Ankommenden zeitnah Anschluss in alle Richtungen. 

Lutherstadt Wittenberg – Berlin
Ab Dezember fährt hier der RE3 täglich stündlich ohne Umstieg. Möglich macht diese deutliche Leistungsausweitung der neue Verkehrsvertrag „Netz Nord-Süd“ (NOS 2). 18 Fahrtenpaare bringt die DB Regio montags bis freitags auf die Gleise, 19 am Wochenende. 90 Minuten dauert es circa, um von einem Hauptbahnhof zum anderen zu gelangen. Neue, fünfteilige Elektrotriebwagen mit mehr 575 Sitzplätzen sollen zum Einsatz kommen. Der Halt in Zahna wird stündlich bedient, die übrigen Haltepunkte zwischen Lutherstadt Wittenberg und Jüterbog werden mindestens zweistündlich bedient. 

Holzdorf (Elster) / Linda (Elster) – Berlin
Auch diese Berlin-Achse gehört zum neuen Verkehrsvertrag NOS 2 und wird weiterhin von DB Regio bedient. Bis auf einige Ausnahmen in den Tagesrandlagen sind die 18 Fahrtenpaare als RE4 ab Dezember täglich stündlich ohne Umstieg unterwegs und stellen damit für den östlichen Landkreis Wittenberg die lange gewünschte, regelmäßige Anbindung an Berlin sicher. Zu dem aktuell zweistündlichen Zugangebot ist das auch eine deutliche Leistungsausweitung. Je Zug fahren fünf Doppelstockwagen mit mehr als 500 Sitzplätzen.