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Projekt S-Bahn-Ausbau

Das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz wächst auch in Sachsen-Anhalt. In den kommenden Jahren werden weitere Städte im Burgenlandkreis, Saalekreis und Landkreis Mansfeld-Südharz schnelle und direkte S-Bahn-Verbindungen nach Leipzig oder Halle erhalten.

 

Erfolgsmodell S-Bahn

Mit der S-Bahn wird der Strukturwandel im mitteldeutschen Revier gelingen

Das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz ist ein Erfolgsmodell. Die silbernen Züge sichern mit ihrem verlässlichen Angebot und dichten Stationsnetz die Mobilität der Bevölkerung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Aus vielen Städten und Gemeinden rund um Leipzig und Halle ist die S-Bahn nicht mehr wegzudenken.

Seit Jahren mehren sich die Forderungen nach einer Aufnahme weiterer Ziele ins S-Bahn-Netz. Tatsächlich gibt es vor allem im Süden Sachsen-Anhalts noch Lücken. Das Land hat daher ein Konzept entwickelt, wie die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen rund um Lutherstadt Eisleben, Merseburg, Naumburg und Zeitz besser an die beiden Oberzentren angebunden werden können.

So sollen neue Fahrgäste gewonnen und die Attraktivität der Reviere gestärkt werden.

Neue S-Bahn-Strecken

Voraussetzung für die neuen S-Bahn-Linien sind genügend Fahrzeuge, die passende Infrastruktur und natürlich eine gesicherte Finanzierung. Das Zielnetz kann deshalb nur schrittweise umgesetzt werden.

  • Lu. Eisleben – Halle
    Seit Dezember 2021 fährt die neue Linie S 7 von Lutherstadt Eisleben nach Halle (Saale) im 60-Minuten-Takt. Sie ersetzt die bisherige RB 75 und bietet vor allem am Wochenende deutlich mehr Fahrten. Zusammen mit den RE-Linien ergibt sich ein 30-Minuten-Takt.
  • Querfurt – Halle
    Ab Dezember 2024 soll die bestehende Linie Querfurt – Merseburg (heutige RB 78) bis Halle verlängert werden und dann als neue S11 fahren.
  • Naumburg – Halle
    Gemeinsam würden die neue Linie Naumburg – Halle (heutige RB 25) und die S11 künftig zwischen Merseburg und Halle im 30-Minuten-Takt fahren. Die schnellen RE-Züge würden weiterhin zusätzlich zur S-Bahn im bewährten Stundentakt fahren.
  • Naumburg – Weißenfels – Leipzig
    Im Dezember 2025 geht die S-Bahn von Naumburg nach Leipzig an den Start. Sie wird stündlich fahren und ersetzt die bisherige RB 20. Die neue S-Bahn soll in Leipzig auch durch den City-Tunnel fahren. So werden weitere Ziele in Leipzig und darüber hinaus ohne Umstieg erreichbar.
  • Merseburg – Leuna – Leipzig
    Auch zwischen Merseburg und Leipzig soll es wieder eine direkte Bahnverbindung geben. Bis die neue stündliche S-Bahn-Linie in den 2030er-Jahren in Betrieb gehen kann, muss aber erst die Finanzierung geklärt und eine Verbindungskurve bei Großkorbetha geschaffen werden. Gemeinsam mit der S-Bahn Naumburg – Leipzig entsteht zwischen Bad Dürrenberg und Leipzig ein 30-Minuten-Takt.
  • Zeitz – Leipzig Hbf/oben
    Die neue S-Bahn-Linie von Zeitz nach Leipzig würde den Takt der bestehenden Regionalzüge auf einen 30-Minuten-Takt verdichten. Die Finanzierung der zusätzlichen Fahrten muss noch geklärt werden. Eine Führung in den Leipziger City-Tunnel ist aufgrund begrenzter Kapazitäten nicht möglich.

Die Strecken im Überblick

Diese Arbeiten stehen jetzt an

Infrastrukturausbau und Elektrifizierung

Für die Umsetzung des S-Bahn-Zielnetzes sind mehrere Infrastrukturmaßnahmen erforderlich. Die meisten Bauvorhaben werden mit Mitteln aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert.

Dazu zählen der Ausbau der Strecke Merseburg/Naumburg – Leipzig auf bis zu 160 km/h sowie die Elektrifzierung und der Ausbau der Strecke Gera – Zeitz – Leipzig auf bis zu 120 km/h.

Verbindungskurve Großkorbetha

Die Verbindungskurve bei Großkorbetha ist die Voraussetzung für die neue S-Bahn-Linie von Merseburg nach Leipzig. Nach der Fertigstellung Anfang der 2030er-Jahre werden beide Städte direkt verbunden sein.
Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen finanziert.

Stimmen zum Projekt

Lydia Hüskens

Infrastrukturministerin Sachsen-Anhalt

„Der Ausbau des Eisenbahnsystems ist ein wichtiger Beitrag zum Strukturwandel. So stärken wir die Attraktivität der Region.“

Peter Panitz

Geschäftsführer NASA GmbH

„Die S-Bahn Mitteldeutschland hat sich sehr positiv entwickelt. Mit der schrittweisen Erweiterung des Netzes setzen wir diesen Weg fort.“

Der Sachsen-Anhalt-Takt

Sachsen-Anhalt macht das Bahn-Bus-Landesnetz fit für die Zukunft. In den nächsten Jahren soll das Linien- und Fahrtenangebot schrittweise ausgebaut werden – Ziel ist ein landesweiter Stundentakt. Viele kleinere Orte und Mittelzentren werden dann besser erreichbar sein.

Rund um die Großstädte sollen die S-Bahn-Systeme und das PlusBus-Netz erweitert werden. Das ist eine langfristige Aufgabe, die viel Zeit und Kraft kosten wird. Doch sie lohnt sich für Land, Bürgerinnen und Bürger sowie das Klima.

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