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Gedenken an die Opfer des Zugunglücks von Hordorf

Gedenkstein am ehemaligen Bahnhof Hordorf

Am 29. Januar jährt sich das Eisenbahnunglück von Hordorf zum zehnten Mal. Ein von Magdeburg nach Halberstadt verkehrender Triebwagen des HEX stieß im eingleisigen Bereich nördlich der Überleitstelle Hordorf mit einem entgegenkommenden Güterzug zusammen. Dabei kamen zehn Personen des Reisezuges ums Leben, darunter Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuerin des HEX, etliche weitere Reisende wurden z. T. schwer verletzt.

Der Güterzug hatte das Halt zeigende Signal überfahren und so den entgegenkommenden Zug frontal gerammt. Der Triebfahrzeugführer des HEX konnte mit einer Schnellbremsung die Geschwindigkeit des HEX noch um ca. 30 km/h reduzieren und hat damit sicherlich einigen Reisenden das Leben gerettet.

Eine technische Sicherung bestand zu diesem Zeitpunkt nicht. Die Ausrüstung der Strecke Magdeburg – Halberstadt mit einer punktförmigen Zugbeeinflussung, die eine Zwangsbremsung bei Überfahren des haltzeigenden Vorsignals ausgelöst hätte, war damals aber bereits in Umsetzung. In der Folge des Unglücks wurden deutschlandweit die entsprechenden Vorgaben verschärft.

Der 29. Januar war und ist ein schwarzer Tag. Natürlich zuvorderst für die Opfer und ihre Angehörigen, aber auch für die Mitarbeiter*innen des HEX, für die Anwohner und Rettungskräfte und letztlich für den ÖPNV im Land Sachsen-Anhalt insgesamt.

Denken wir an die Opfer von damals. Dafür schalten wir am 29. Januar mein-takt.de auf Grau.